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Cases & more>Medikamente 1
Medikamente, die zu einer QT-Verlängerung im EKG führen: Werden durch ein Medikamentenwirkstoff Ionenströme überschiessend gehemmt, die an der myokardialen Repolarisation beteiligt sind, wird die Dauer des Aktionspotentials und damit die QT-Intervalldauer im EKG verlängert. Nachschwankungen des Aktionspotentials (frühe Nachdepolarisationen) können dann Rhythmusstörungen,Torsade des pointes (TdP), auslösen. Genaue Zahlen, wie häufig TdP unter der Einnahme eines einzelnen Medikamentes auftreten, liegen nicht vor. Geschätzt wird aber, dass 10-20% der Patienten mit einer medikamenteninduzierten überschiessenden QT-Verlängerung in Zusammenhang mit einer TdP sterben. Unter www.torsades.org finden Sie eine fortlaufend aktualisierte Medikamentenliste und Hinweise zu dem Risiko von Medikamenten, eine Torsade des pointes zu induzieren. Wenn bei Gabe der u.g. Medikamente Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfälle neu auftreten, sollte auch an das Auftreten von medikamenteninduzierten Rhythmusstörungen gedacht werden. Bei Patienten mit Hypokaliämie, vorbestehender QT-Verlängerung oder gleichzeitiger Gabe eines anderen Repolarisationsverlängernden Medikamentes ist entsprechende Vorsicht geboten, wenn eines der u.g. Medikamente verabreicht werden sollen. Im Folgenden sind die Wirkstoffe aufgelistet, von denen bekannt ist, dass sie die QT-Zeit im EKG verlängern:
Vom Markt genommen: Terodilin, Lidoflazin, Sertindol, Grepafloxacin, Cisaprid, Droperidol (Droperidol ist in der Schweiz als Generikum erhältlich) Literatur: Herrath D, Ludwig w.-D, Oelkers W, Schuler J, Thimme W: Medikamenten-induzierte abnorme QT-Verlängerung und Torsade des Pointes in: Der Arzneimittelbrief Jahrgang 38 Nr.7 2004; 49-51. ICH Preliminary Concept Paper: The clinical evaluation of QT/QTc interval polongation and proarrhythmic potential for non-antiarrhythmic drugs. Step1 Draft 3 (November 12, 2003) Thomas Chlibec 1.9.04
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